Immobilienpreise steigen - trotz Baukrise

Österreichs Immobilienmarkt zeigt heuer ein ungewöhnliches Bild: Die Preise ziehen wieder spürbar an, während der Wohnbau in eine schwere Krise schlittert. Nach zwei Jahren mit sinkenden Preisen legt der Markt im ersten Halbjahr 2025 deutlich zu. Der Trend überrascht, ist aber klar erklärbar – mit Folgen für Eigentümer und Kaufinteressenten.

16. November 2025

Nachfrage belebt den Markt

Die Nachfrage zieht kräftig an. Besonders Eigentumswohnungen stehen wieder hoch im Kurs – hier steigen die Suchanfragen um 22 Prozent. Auch Einfamilienhäuser verzeichnen ein Plus von 8 Prozent. Grund dafür: Die Europäische Zentralbank hat den Leitzins gesenkt, gleichzeitig steigen die Reallöhne. Immobilien werden für viele wieder leistbar.
Diese Entwicklung zeigt sich auch bei der Kreditvergabe. Banken verzeichnen einen regelrechten Boom – das Volumen neu vergebener Wohnbaukredite steigt um satte 54 Prozent. Viele nutzen die Gelegenheit, um sich jetzt Wohneigentum zu sich.

Preise legen wieder zu

Die Folge bleibt nicht aus: Die Preise steigen wieder. Neubauten verteuern sich heuer um 3,6 Prozent, bestehende Immobilien um 2,6 Prozent. Der Gesamtmarkt legt im Schnitt um 2,8 Prozent zu – eine klare Trendumkehr nach zwei Jahren mit rückläufigen Werten.
Die Entwicklung betrifft alle Regionen, allerdings in unterschiedlichem Ausmaß. In Westösterreich – insbesondere in Tirol, Vorarlberg und Salzburg – bleibt das Preisniveau deutlich höher als im Osten. Das bekannte West-Ost-Gefälle bleibt bestehen.

Neubau bricht ein

Parallel dazu erleidet die Bauwirtschaft einen schweren Einbruch. 2024 wurden nur noch 32.100 neue Wohnungen bewilligt – das ist der niedrigste Wert seit 2010. Zum Vergleich: 2017 lag die Zahl der Genehmigungen noch bei über 72.000. Auch Umbauten und Aufstockungen bringen kaum Entlastung. Zwar entstehen dadurch fast 20.000 zusätzliche Wohneinheiten, doch der Rückgang im Neubau lässt sich damit nicht ausgleichen.
Der Hauptgrund: Viele Bauträger halten sich zurück. Material- und Lohnkosten bleiben hoch, während sinkende Verkaufspreise und hohe Risiken viele Projekte unwirtschaftlich machen. Zahlreiche Vorhaben wurden verschoben oder ganz gestrichen.

Bauoffensive kommt zu spät

Die Bundesregierung hat zwar eine Wohnbauoffensive angekündigt, allerdings greifen deren Maßnahmen frühestens ab Herbst 2026. Bis dahin bleibt die Bautätigkeit auf niedrigem Niveau – mit Folgen. Während die Nachfrage weiter steigt, schrumpft das Angebot. Dieser Trend sorgt für eine spürbare Verknappung und erhöht den Preisdruck – besonders in wachsenden Ballungsräumen und gefragten Tourismusregionen.

Knappheit treibt die Preise

Aktuell erwarten Marktbeobachter für den Rest des Jahres moderate Preissteigerungen von rund 0,5 Prozent. Doch ab 2026 rechnen Experten wieder mit einem Anstieg um bis zu 3 Prozent jährlich – insbesondere, wenn sich die Bauwirtschaft nicht rasch erholt.
Diese Entwicklung trifft nicht nur künftige Käufer, sondern auch Eigentümer, die über eine Veräusserung nachdenken. Wer verkaufen möchte, findet derzeit ein aktives Marktumfeld vor – mit steigenden Preisen und hoher Nachfrage. Zugleich profitieren Vermieter von anhaltend knappen Mietangeboten in vielen Städten.

Jetzt handeln statt abwarten

Ob zur Eigennutzung oder als Kapitalanlage – wer kaufen will, sollte die nächsten Monate genau beobachten. Der Markt verändert sich rasant. Die kommenden ein bis zwei Jahre entscheiden, ob die aktuelle Baukrise in eine flächendeckende Wohnungsnot mündet.
Der Zeitpunkt für den Immobilienkauf bleibt günstig – noch. Die Kombination aus niedrigen Zinsen, gestiegener Nachfrage und stockendem Neubau spricht für rasches Handeln. Eigentümer wiederum sollten die Situation aktiv nutzen, um den Wert ihrer Immobilie neu einzuschätzen oder Verkaufsstrategien zu überdenken.

Fazit: Der Markt kippt

Österreich erlebt derzeit eine markante Trendwende am Immobiliensektor. Nach der Preisdelle der vergangenen Jahre steigen die Werte wieder – bei gleichzeitig massiv einbrechender Bautätigkeit. Wer sich jetzt mit dem Immobilienmarkt beschäftigt, kann sich einen klaren Informationsvorsprung sichern. Entscheidend ist, Entwicklungen nicht zu verschlafen, sondern aktiv zu handeln.

 


 

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