10. Juli 2025
Mieten steigen weiter - und das schneller als die Inflation
Der Anstieg bei den Mieten hält seit Jahren an. Während 2010 im österreichweiten Schnitt rund 6 Euro pro Quadratmeter zu bezahlen waren, lag der Wert 2024 bereits bei 9,80 Euro. Heuer zogen die Mieten um weitere 4,8 Prozent an – mehr als der Verbraucherpreisindex, der um 2,9 Prozent stieg. Besonders teuer wird es bei Neuvermietungen. Diese liegen deutlich über dem Durchschnitt.
Sozialer Wohnbau wirkt als Preisdämpfer
Wer in einer Gemeindewohnung oder Genossenschaftswohnung lebt, zahlt im Schnitt weniger. Gemeindewohnungen kosten inklusive Betriebskosten rund 8 Euro pro Quadratmeter. In Genossenschaftswohnungen sind es etwa 8,50 Euro. Im Gegensatz dazu liegt die Miete in anderen Hauptmietverhältnissen – etwa bei privaten Vermietern – bei durchschnittlich 11,60 Euro.
Regionale Unterschiede: Westen deutlich teurer
Das Mietniveau unterscheidet sich stark je nach Bundesland. Salzburg führt mit 11,90 Euro pro Quadratmeter, gefolgt von Tirol (11,50 Euro) und Vorarlberg (11,30 Euro). Deutlich günstiger fällt das Wohnen in Kärnten (7,70 Euro) und dem Burgenland (7,40 Euro) aus.
Junge und ausländische Mieter zahlen überdurchschnittlich viel
Einpersonenhaushalte unter 30 Jahren zahlen deutlich mehr: rund 11,30 Euro pro Quadratmeter. Bei älteren Alleinlebenden über 60 Jahren liegt der Durchschnittspreis bei etwa 8,50 Euro. Haushalte mit Personen ohne österreichische Staatsbürgerschaft müssen mit durchschnittlich 11,10 Euro rechnen – österreichische Haushalte kommen mit rund 9,10 Euro günstiger weg.
Hohe Mietquote - vor allem in Wien
Österreich zählt mit einer Mietquote von 46 Prozent zu den Spitzenreitern in Europa – nur Deutschland liegt höher. In Wien wohnen sogar 78 Prozent der Bevölkerung zur Miete. Im Burgenland (22 Prozent) und in Niederösterreich (28 Prozent) dominieren Eigentumsformen. Die restlichen Bundesländer bewegen sich zwischen 34 und 40 Prozent.
Größere Unterschiede zwischen Miet- und Eigentumswohnungen
Eigentümer leben durchschnittlich großzügiger: Ihre Wohnungen messen rund 132 Quadratmeter und verfügen über 4,7 Räume. Mietwohnungen sind mit knapp 69 Quadratmetern und 2,9 Wohnräumen deutlich kleiner. Bei der Heizform dominiert in Mietobjekten Fernwärme, im Eigentum Zentralheizung.
Vertragsdauer variiert nach Mietform
Mietverträge unterscheiden sich je nach Anbieter deutlich. In Gemeindewohnungen wohnen Mieter im Schnitt über 13 Jahre, in Genossenschaftswohnungen rund acht Jahre. Bei privaten Hauptmietverträgen liegt die durchschnittliche Dauer bei nur 2,4 Jahren. Das hängt vor allem mit der hohen Zahl befristeter Verträge zusammen, die im privaten Bereich fast die Hälfte ausmachen.
Baubewilligungen sinken dramatisch
2024 wurden nur noch rund 31.867 Baubewilligungen erteilt – ein historischer Tiefststand. Im Jahr 2017 waren es noch über 71.800. Der Rückgang trifft vor allem den Wohnbau und könnte langfristig zu einer weiteren Verknappung von Wohnraum führen, insbesondere in Ballungsräumen.
Immobilienpreise ziehen wieder an
Nach der Zinswende sind die Preise für Bestandsimmobilien zunächst leicht gefallen. Seit dem zweiten Quartal 2024 steigen sie jedoch wieder. Neubauten verteuerten sich 2024 um durchschnittlich 2,7 Prozent. Damit endet eine Phase mit schwacher Nachfrage, die 2022 und 2023 zu einem spürbaren Rückgang bei Immobilienkäufen geführt hatte.
Lage bleibt entscheidend für den Preis
Wohnungen und Häuser in westlichen Bundesländern sowie in städtischen Lagen bleiben deutlich teurer. Wer in Salzburg oder Innsbruck kaufen will, zahlt mehr als im Burgenland oder in ländlichen Regionen Niederösterreichs.
Fazit: Eigentum bleibt gefragt, aber Wohnraum wird knapper
Trotz aller Herausforderungen – von steigenden Mieten bis zu sinkenden Neubauten – bleibt das Wohnen in Österreich auf hohem Niveau. Eigentum gewinnt an Bedeutung, gerade weil langfristige Mietverhältnisse zunehmend unsicherer werden. Für Käufer und Eigentümer bleibt es entscheidend, Entwicklungen am Markt aktiv zu beobachten und regional zu bewerten.
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