Die EZB-Zinssenkung und der Immobilienmarkt in Österreich

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat kürzlich eine leichte Senkung des Leitzinses angekündigt. Diese Maßnahme wirft die Frage auf, wie sich diese geldpolitische Entscheidung auf den Immobilienmarkt in Österreich auswirkt. Analysen und Prognosen zeigen verschiedene Aspekte dieser Entwicklung auf und bieten interessante Einblicke für Immobilieneigentümer und Kaufinteressenten.

15. Juni 2024

Ein erster Schritt zur Entlastung

Nach Monaten hoher Zinsen hat die EZB am 6. Juni 2024 den Leitzins erstmals wieder gesenkt. Präsidentin Christine Lagarde betonte, dass der Kampf gegen die Inflation noch nicht vorbei sei und weitere Zinssenkungen schrittweise erfolgen könnten. Diese erste Senkung wird bereits als positives Signal für die Immobilienmärkte gewertet. Catella Research erwartet, dass diese Entscheidung psychologische Effekte auf Investoren und Marktteilnehmer hat und die ersten Investoren wieder aktiv werden.

Auswirkungen auf die Immobilienpreise

Die Senkung des Leitzinses beeinflusst indirekt auch die Bauzinsen und damit die Immobilienpreise. Eine Analyse von Immowelt zeigt, dass es nach dem Ende der Niedrigzinsphase bis zu sechs Monate dauerte, bis die Angebotspreise sanken. Diese Erfahrung lässt darauf schließen, dass auch die aktuelle Zinssenkung nicht sofort, aber mittelfristig zu einer Anpassung der Immobilienpreise führen wird.

Noch keine Rückkehr zur Niedrigzinsphase

Prof. Dr. Günter Vornholz von der Immobilien Research Vornholz GmbH betont, dass die jüngste Entscheidung der EZB zwar zu einer Entspannung auf der Zinsseite führt, jedoch keine Rückkehr zur Niedrigzinsphase und damit auch keinen neuen Immobilienboom auslöst. Langfristige Hypothekenzinsen sind seit November 2023 wieder leicht gestiegen. Effekte auf den Immobilienmarkt hängen auch von der Reaktion der Geschäftsbanken ab. Eine marginale Zinssenkung alleine reicht nicht aus, um eine ausreichende Finanzierung zu erreichen.

Leitzins-Effekt auf die Immobilienfinanzierung

Die Zinssenkung betrifft vor allem kurzfristige Zinsen, die mittlerweile bei Projektentwicklungen wieder einen bedeutenden Kostenfaktor darstellen. Für die Preisbildung sind jedoch langfristige Zinsen entscheidender. Die EZB plant, die Maßnahmen nur langsam zurückzufahren, was langfristig sogar zu höheren Zinsen führen könnte. Die Entwicklung der Hypothekenzinsen wird durch die Renditen der Pfandbriefe und Bundesanleihen sowie die Erwartungen der Marktakteure bestimmt.

Positive Signale für den Immobilienfinanzierungsmarkt

Trotz der vorsichtigen Vorgehensweise der Geldgeber zeigt sich im ersten Quartal 2024 eine Verbesserung im Immobilienfinanzierungsmarkt. Das Volumen an Wohnimmobiliendarlehen stieg um 7,1 Prozent auf 17,8 Milliarden Euro. Dies deutet darauf hin, dass Finanzierungen, die vorher nicht möglich waren, wieder marktfähig werden. Auch wenn die Dauer der Finanzierungsentscheidungen weiterhin lang ist, zeichnet sich eine schrittweise Normalisierung ab.

FAZIT

Die Senkung des Leitzinses durch die EZB hat verschiedene Auswirkungen auf den österreichischen Immobilienmarkt. Kurzfristig führt die Entscheidung zu positiven Signalen und einer leichten Entspannung der Finanzierungskosten. Langfristig bleibt jedoch abzuwarten, wie sich die Zinsentwicklung und die Reaktionen der Geschäftsbanken auf den Markt auswirken werden. Investoren und Immobilienbesitzer sollten die Entwicklungen genau beobachten und flexibel auf die sich verändernden Rahmenbedingungen reagieren.

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